중세 초기 교권과 속권의 관계의 건축적 표현 - 독일 중세 건축을 중심으로-
Der architektonische Ausdruck der Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht - Am Beispiel der mittelalterlichen Architektur -
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird der architektonische Ausdruck der Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht in der deutschen mittelalterlichen Architektur untersucht. Architektur ist nicht nur ästhetischer Ausdruck der menschlichen Grundbedürfnisse nach Wohnraum, sondern auch ein Ergebnis des kulturellen und historischen Umfelds. Besonders im Mittelalter hat die Architektur der Stiftung von christlicher Identität und der Demonstration von Macht gedient. In dieser Zeit war der Kirchenbau wirksames Propagandamittel der Macht und Ausdruck der Machtbeziehung. Im Reich der Karolinger wurde weltliche Macht mit geistlicher Macht verknüpft. Im christlichen Königreich war der Kaiser der weltliche Herrscher und der Schützer der Kirche. Ein symbolischer Ausdruck dieser Verknüpfung war das so genannte ‘Westwork’, das Westwerk, ein westlicher Zentralbau als Vorkirche einer Basilika. Er diente als eine Gastkirche mit einem eigenen Altar für den Kaiser. Somit kann das Westwerk als Ort weltlicher Repräsentation gegenüber dem Ostchor mit seinem Hochaltar betrachtet werden. In der Zeit der Ottonen war ein architektonischer Ausdruck, der die Beziehung von weltlicher und geistlicher Macht zeigt, die so genannte ‘Doppelchoranlage’. Bei einer Doppelchoranlage stehen sich im Westen und Osten der Kirche zwei Chöre gegenüber. Der östliche Chor war der Geistlichkeit für den Altardienst vorbehalten, während der Chor im Westen den weltlichen Herrschern diente. Deshalb hat die Doppelchoranlage das Gleichgewicht von weltlicher und geistlicher Macht ausgedrückt Die Dreikonchenanlage war auch ein Ausdruck der Machtbeziehung. Der Grundriss der Dreikonchenanlage ist die Gestalt eines regelmäßigen Kleeblattes. Von der Vierung aus erweckt diese Raumform den Eindruck einer Zentralanlage. In der architektonischen Tradition war die Zentralanlage ein Symbol der weltlichen Macht. Diese Zentralisierung war ein Ausdruck der Betonung der weltlichen Macht und der Selbstständigkeit der Reichskirche. In der Zeit der Salien hat sich der Konflikt zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft verschärft. In den wachsenden Konflikten hat Kaiser Heinrich V. auf ‘symbolische Politik’ durch die Architektur gesetzt. Im Kaiserdom zu Speyer hat er manifestieren lassen, dass die Kirche weiterhin eine einende Rolle im Reich zu spielen hatte. Dieser Anspruch des Monarchen drückt sich im so genannten ‘gebundenen System’ aus. Im Grundriss des Doms sind die Seitenschiffe halb so breit wie das Mittelschiff; so kommen auf ein großes Quadrat in der Mitte immer zwei kleine an der Seite. In der Wand des Mittelschiffsjoches werden zwei der Blendenarkaden von Scheidbogen zu einem Joch zusammengefasst. In diesem gebundenen System hat sich der Anspruch der römischen Kaiserwürde gegen den Papst manifestiert. Die deutsche romanische Architektur war ein Ausdruck der Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Sie hat deshalb eine wichtige Bedeutung in kultureller und geschichtlicher Hinsicht.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird der architektonische Ausdruck der Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht in der deutschen mittelalterlichen Architektur untersucht. Architektur ist nicht nur ästhetischer Ausdruck der menschlichen Grundbedürfnisse nach Wohnraum, sondern auch ein Ergebnis des kulturellen und historischen Umfelds. Besonders im Mittelalter hat die Architektur der Stiftung von christlicher Identität und der Demonstration von Macht gedient. In dieser Zeit war der Kirchenbau wirksames Propagandamittel der Macht und Ausdruck der Machtbeziehung. Im Reich der Karolinger wurde weltliche Macht mit geistlicher Macht verknüpft. Im christlichen Königreich war der Kaiser der weltliche Herrscher und der Schützer der Kirche. Ein symbolischer Ausdruck dieser Verknüpfung war das so genannte ‘Westwork’, das Westwerk, ein westlicher Zentralbau als Vorkirche einer Basilika. Er diente als eine Gastkirche mit einem eigenen Altar für den Kaiser. Somit kann das Westwerk als Ort weltlicher Repräsentation gegenüber dem Ostchor mit seinem Hochaltar betrachtet werden. In der Zeit der Ottonen war ein architektonischer Ausdruck, der die Beziehung von weltlicher und geistlicher Macht zeigt, die so genannte ‘Doppelchoranlage’. Bei einer Doppelchoranlage stehen sich im Westen und Osten der Kirche zwei Chöre gegenüber. Der östliche Chor war der Geistlichkeit für den Altardienst vorbehalten, während der Chor im Westen den weltlichen Herrschern diente. Deshalb hat die Doppelchoranlage das Gleichgewicht von weltlicher und geistlicher Macht ausgedrückt Die Dreikonchenanlage war auch ein Ausdruck der Machtbeziehung. Der Grundriss der Dreikonchenanlage ist die Gestalt eines regelmäßigen Kleeblattes. Von der Vierung aus erweckt diese Raumform den Eindruck einer Zentralanlage. In der architektonischen Tradition war die Zentralanlage ein Symbol der weltlichen Macht. Diese Zentralisierung war ein Ausdruck der Betonung der weltlichen Macht und der Selbstständigkeit der Reichskirche. In der Zeit der Salien hat sich der Konflikt zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft verschärft. In den wachsenden Konflikten hat Kaiser Heinrich V. auf ‘symbolische Politik’ durch die Architektur gesetzt. Im Kaiserdom zu Speyer hat er manifestieren lassen, dass die Kirche weiterhin eine einende Rolle im Reich zu spielen hatte. Dieser Anspruch des Monarchen drückt sich im so genannten ‘gebundenen System’ aus. Im Grundriss des Doms sind die Seitenschiffe halb so breit wie das Mittelschiff; so kommen auf ein großes Quadrat in der Mitte immer zwei kleine an der Seite. In der Wand des Mittelschiffsjoches werden zwei der Blendenarkaden von Scheidbogen zu einem Joch zusammengefasst. In diesem gebundenen System hat sich der Anspruch der römischen Kaiserwürde gegen den Papst manifestiert. Die deutsche romanische Architektur war ein Ausdruck der Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Sie hat deshalb eine wichtige Bedeutung in kultureller und geschichtlicher Hinsicht.
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