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빔 벤더스의 '베를린 천사의 시' 분석 - 들뢰즈의 이미지 이론을 중심으로

Eine Analyse des Films 'Der Himmel über Berlin' von Wim Wenders vor dem Hintergrund von Deleuze‘ Bildtheorie

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주제분류독일어와문학

초록

Der Himmel über Berlin ist ein Fantasy-Drama des deutschen Regisseurs Wim Wenders, für das Peter Handke mit am Drehbuch gearbeitet hat. Die vorliegende Arbeit verwendet Gilles Deleuze’ Bildtheorie, um die besonderen Eigenschaften von Filmen als filmkünstlerisches Genre analysieren zu können. Wenn die Kamera Bilder aufnimmt, stellen sie reine Bewegungen dar und erscheinen als ein Äquivalent der Fortbewegung. Im Film „Der Himmel über Berlin“ zeigen sich besondere Bewegungen: als Traking Shots bestehen. Die Fortbewegungen destruieren eine Perspektive, die in der (anglo- amerikanischen) Kunstgeschichte überliefert wurde, weshalb der Der Himmel über Berlin eine herausgehobene Stellung im modernen filmkünstlerischen Genre eingenommen hat. Der Film erscheint innerhalb einer Gruppe moderner Filme und bricht damit mit Bildern früherer „sensomotorischer Schemata“ und evoziert neue Bilder, so genannte Zeit-Bilder, in denen reine „optische“ und „akustische“ Bilder beobachtbar werden. Wenn ein Film „sensomotorischen Schemata“ folgt, meint dies: er ist „ein Film des Aktionsbildes, und vertritt die amerikanische traditionelle Erzählstruktur.“ Der Himmel über Berlin präsentiert hingegen fragmentarische Bilder, das heißt keine Bilder einer traditionellen Erzählstruktur, die ihrerseits durch die Verknüpfung von Reiz und Aktion gekennzeichnet sind und mit den Strukturen des Aktionsbildes näher beschrieben wurden. Die Krise eben dieses Aktionsbildes begann nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Bruch mit den sensomotorischen Schemata ist hierbei zugleich ein Symptom des Beginns der Zeit-Bilder. Die Krise des Aktionsbildes spiegelt sich unter anderem im italienischen „Neorealismus“, in der französischen „Nouvelle Vague“ und im deutschen „New German Cinema“. Obwohl Wim Wenders viele seiner Werke in den USA produziert hatte und dabei natürlich unter den Einfluss amerikanischer Regisseure geraten war, übernahm Wenders die überlieferte Erzählstruktur des amerikanischen Films nicht, sondern kämpfte gegen „Hollywood Standard“ an. Aus seiner Reflexion über jene Tradition, - die Hinterfragung der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland verbreiteten Klischees über Erzählstruktur und Generierung von Sinn -, schuf Wenders neue filmische Formen. Die Bild-Formen im Film Der Himmel über Berlin verbinden sich dabei mit seinen Kommentaren zur Welt. Die Analyse der vorliegenden Arbeit versucht aufzuzeigen, dass Wim Wenders mit diesem Film ein bedeutendes Werk sowohl in künstlerischer als auch filmgeschichtlicher Hinsicht erschaffen hat.

Abstract

Der Himmel über Berlin ist ein Fantasy-Drama des deutschen Regisseurs Wim Wenders, für das Peter Handke mit am Drehbuch gearbeitet hat. Die vorliegende Arbeit verwendet Gilles Deleuze’ Bildtheorie, um die besonderen Eigenschaften von Filmen als filmkünstlerisches Genre analysieren zu können. Wenn die Kamera Bilder aufnimmt, stellen sie reine Bewegungen dar und erscheinen als ein Äquivalent der Fortbewegung. Im Film „Der Himmel über Berlin“ zeigen sich besondere Bewegungen: als Traking Shots bestehen. Die Fortbewegungen destruieren eine Perspektive, die in der (anglo- amerikanischen) Kunstgeschichte überliefert wurde, weshalb der Der Himmel über Berlin eine herausgehobene Stellung im modernen filmkünstlerischen Genre eingenommen hat. Der Film erscheint innerhalb einer Gruppe moderner Filme und bricht damit mit Bildern früherer „sensomotorischer Schemata“ und evoziert neue Bilder, so genannte Zeit-Bilder, in denen reine „optische“ und „akustische“ Bilder beobachtbar werden. Wenn ein Film „sensomotorischen Schemata“ folgt, meint dies: er ist „ein Film des Aktionsbildes, und vertritt die amerikanische traditionelle Erzählstruktur.“ Der Himmel über Berlin präsentiert hingegen fragmentarische Bilder, das heißt keine Bilder einer traditionellen Erzählstruktur, die ihrerseits durch die Verknüpfung von Reiz und Aktion gekennzeichnet sind und mit den Strukturen des Aktionsbildes näher beschrieben wurden. Die Krise eben dieses Aktionsbildes begann nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Bruch mit den sensomotorischen Schemata ist hierbei zugleich ein Symptom des Beginns der Zeit-Bilder. Die Krise des Aktionsbildes spiegelt sich unter anderem im italienischen „Neorealismus“, in der französischen „Nouvelle Vague“ und im deutschen „New German Cinema“. Obwohl Wim Wenders viele seiner Werke in den USA produziert hatte und dabei natürlich unter den Einfluss amerikanischer Regisseure geraten war, übernahm Wenders die überlieferte Erzählstruktur des amerikanischen Films nicht, sondern kämpfte gegen „Hollywood Standard“ an. Aus seiner Reflexion über jene Tradition, - die Hinterfragung der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland verbreiteten Klischees über Erzählstruktur und Generierung von Sinn -, schuf Wenders neue filmische Formen. Die Bild-Formen im Film Der Himmel über Berlin verbinden sich dabei mit seinen Kommentaren zur Welt. Die Analyse der vorliegenden Arbeit versucht aufzuzeigen, dass Wim Wenders mit diesem Film ein bedeutendes Werk sowohl in künstlerischer als auch filmgeschichtlicher Hinsicht erschaffen hat.

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