두 편의 독일 흡혈귀 영화: 무르나우와 헤어초크의 <노스페라투>
Zwei Vampirfilme aus Deutschland: Nosferatu von F. W. Murnau und von Werner Herzog
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초록
Als Bram Stokers Gothicroman Dracula 1897 erschien, blieb die Reaktion des Lesers zunächst verhalten. Das aber änderte sich, als sich Hollywood des Draculastoffes annahm. Bis heute wurden ungefähr 3000 Produktionen von Vampirfilmen gedreht, von denen zwei deutsche Filme als Klassiker gelten: Murnaus Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922) und Werner Herzogs Nosferatu, Phantom der Nacht (1978). Diese Arbeit stellt die beiden Nosferatu von Murnau und von Herzog vor. Den Wahnsinn, die Todesahnungen, den Geisterspuk stellt der malerisch begabte Murnau schaudererregend in düsteren Berglandschaften oder auf stürmischer See dar. Seine Neigung zur Romantik (E.T.A. Hoffmann), das Erlösungsmotiv durch das Weibliche (Goethe) und das Lob des Opfertodes machen Murnaus Nosferatu typisch deutsch. Aus dem zeitkritischen Tagebuchroman von Brtam Stoker machte er einen Film, geprägt von Märchen und Mythos. Während der irische Autor den optimistischen Glauben an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt mit dem Übernatürlichen kontrastierte, macht Murnau einen retrospektiven Film mit deutscher Schwere und deutschem Ernst. Herzogs Nosferatu stellt eine Hommage an Murnau, Herzogs großes Vorbild, dar. Bei der neuen Produktion des Nosferatu äußerte Herzog die Hoffnung, als Filmemacher seine Wurzel zu finden. Was er tun müsse, sei, seinen Nosferatu an das deutsche Kulturerbe, die Stummfilme der Weimarer Epoche, besonders an Murnaus Film anzuschließen. Aber Herzogs neuer Nosferatu ist kein Remake. Anders als Murnaus Vampir erscheint Herzogs Dracula (Klaus Kinski) als ein mitleidheischender, humaner Untoter. Herzogs Dracula ist kein schrecklicher Blutsauger mehr, sondern ein Liebes- und Todessuchender. Bei ihm ist die Liebe und der Tod eins. In Stokers Roman ist es die Wissenschaft und die Technologie, die die Welt beherrscht. Bei Murnau ist es die Romantik, die Kunst und das Weibliche. Bei Herzog aber bleibt nichts außer dem Misslingen und dem Absurden. Durch die Dekonstruktion schließt Herzog sich an Murnau und die deutsche Filmtradition an.
Abstract
Als Bram Stokers Gothicroman Dracula 1897 erschien, blieb die Reaktion des Lesers zunächst verhalten. Das aber änderte sich, als sich Hollywood des Draculastoffes annahm. Bis heute wurden ungefähr 3000 Produktionen von Vampirfilmen gedreht, von denen zwei deutsche Filme als Klassiker gelten: Murnaus Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922) und Werner Herzogs Nosferatu, Phantom der Nacht (1978). Diese Arbeit stellt die beiden Nosferatu von Murnau und von Herzog vor. Den Wahnsinn, die Todesahnungen, den Geisterspuk stellt der malerisch begabte Murnau schaudererregend in düsteren Berglandschaften oder auf stürmischer See dar. Seine Neigung zur Romantik (E.T.A. Hoffmann), das Erlösungsmotiv durch das Weibliche (Goethe) und das Lob des Opfertodes machen Murnaus Nosferatu typisch deutsch. Aus dem zeitkritischen Tagebuchroman von Brtam Stoker machte er einen Film, geprägt von Märchen und Mythos. Während der irische Autor den optimistischen Glauben an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt mit dem Übernatürlichen kontrastierte, macht Murnau einen retrospektiven Film mit deutscher Schwere und deutschem Ernst. Herzogs Nosferatu stellt eine Hommage an Murnau, Herzogs großes Vorbild, dar. Bei der neuen Produktion des Nosferatu äußerte Herzog die Hoffnung, als Filmemacher seine Wurzel zu finden. Was er tun müsse, sei, seinen Nosferatu an das deutsche Kulturerbe, die Stummfilme der Weimarer Epoche, besonders an Murnaus Film anzuschließen. Aber Herzogs neuer Nosferatu ist kein Remake. Anders als Murnaus Vampir erscheint Herzogs Dracula (Klaus Kinski) als ein mitleidheischender, humaner Untoter. Herzogs Dracula ist kein schrecklicher Blutsauger mehr, sondern ein Liebes- und Todessuchender. Bei ihm ist die Liebe und der Tod eins. In Stokers Roman ist es die Wissenschaft und die Technologie, die die Welt beherrscht. Bei Murnau ist es die Romantik, die Kunst und das Weibliche. Bei Herzog aber bleibt nichts außer dem Misslingen und dem Absurden. Durch die Dekonstruktion schließt Herzog sich an Murnau und die deutsche Filmtradition an.
참고문헌 (23)
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