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연극비평에 관한 연극학적 고찰 - 대상, 역사, 기능과 형태를 중심으로

Theaterwissenschaftliche Überlegungen zur Theaterkritik

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Studie setzt es sich als Aufgabe, die Theaterkritik aus der theaterwissenschaftlichen Perspektive zu untersuchen. Das Urteil und die Kritik liegen schon dem Prozeß Theater zugrunde. Denn das Theater findet mit jeder neuen Aufführung immer neu und immer wieder statt als lebendige Kommunikation und Austausch zwischen Künstlern und Publikum. Der Austausch kommt zunächst von seiten des Publikums zustande durch die Reaktionen wie den Beifall oder Ausdruck des Míßfallens, die sich wiederum direkt der Bühne mitteilen. Es ist daher Theater als Schaukunst ohne Urteil und Kritik gar nicht auszumalen. Die Theaterkritik wurde in Deutschland im 18. Jahrhundert von Lessing eingesetzt. Trotz der langen Geschichte ist sie doch wegen ihres Mangels an Objektivität u.a. bei der Beschreibung, Analyse und Wertung einer Inszenierung immer wieder diffamiert worden. Hier stellt sich die Frage: Sollten Theaterkritik und Theaterwissenschaft gegeneinander ausgespielt werden? Oder steht die Theaterkritik eher im komplementären Verhältnis zur Theaterwissenschaft? Die Kritik produziert im Vergleich zur Wissenschaft nicht nur Fragwürdiges, sondern kann diese ergänzen, wenn sie sich nicht zuletzt die wissenschaftlichen Theorien und Methodologien zur Aufführungsanalyse aneignet und zum schriftlichen Fixieren von transitorischen Ereignissen verwendet. Darüber hinaus hat sich die traditionelle Theaterwissenschaft als Kunstwissenschaft, die sich hauptsächlich einzelnen Inszenierungen im Theater und deren Theatralität widmete, inzwischen in die kulturwissenchaftliche erweitert. Anlässlich des “cultural turn” in den letzten Jahrzehnten ist der Blick für Kontexte zwischen Inszenierung und Theaterbetrieb weit geöffnet worden. Theaterkritik kann aus dieser Perspektive selbst als eine “cultural performance” betrachtet und analysiert werden. Und dazu kann die Theaterwissenschaft auch durch den Kulturjournalismus, der die Momentaufnahmen des Performativen herstellt und damit als “Kulturwissenschaft der Gegenwart” zu gelten ist, immer mehr bereichert werden. Der Theaterwissenschaftler, der die gegenwärtige Kultur durchquert, um die Momente des Performativen zu entdecken, kann sich in diesem Sinne als “Kulturjournalist der Gegenwart” gekennzeichnet werden.

Abstract

Die vorliegende Studie setzt es sich als Aufgabe, die Theaterkritik aus der theaterwissenschaftlichen Perspektive zu untersuchen. Das Urteil und die Kritik liegen schon dem Prozeß Theater zugrunde. Denn das Theater findet mit jeder neuen Aufführung immer neu und immer wieder statt als lebendige Kommunikation und Austausch zwischen Künstlern und Publikum. Der Austausch kommt zunächst von seiten des Publikums zustande durch die Reaktionen wie den Beifall oder Ausdruck des Míßfallens, die sich wiederum direkt der Bühne mitteilen. Es ist daher Theater als Schaukunst ohne Urteil und Kritik gar nicht auszumalen. Die Theaterkritik wurde in Deutschland im 18. Jahrhundert von Lessing eingesetzt. Trotz der langen Geschichte ist sie doch wegen ihres Mangels an Objektivität u.a. bei der Beschreibung, Analyse und Wertung einer Inszenierung immer wieder diffamiert worden. Hier stellt sich die Frage: Sollten Theaterkritik und Theaterwissenschaft gegeneinander ausgespielt werden? Oder steht die Theaterkritik eher im komplementären Verhältnis zur Theaterwissenschaft? Die Kritik produziert im Vergleich zur Wissenschaft nicht nur Fragwürdiges, sondern kann diese ergänzen, wenn sie sich nicht zuletzt die wissenschaftlichen Theorien und Methodologien zur Aufführungsanalyse aneignet und zum schriftlichen Fixieren von transitorischen Ereignissen verwendet. Darüber hinaus hat sich die traditionelle Theaterwissenschaft als Kunstwissenschaft, die sich hauptsächlich einzelnen Inszenierungen im Theater und deren Theatralität widmete, inzwischen in die kulturwissenchaftliche erweitert. Anlässlich des “cultural turn” in den letzten Jahrzehnten ist der Blick für Kontexte zwischen Inszenierung und Theaterbetrieb weit geöffnet worden. Theaterkritik kann aus dieser Perspektive selbst als eine “cultural performance” betrachtet und analysiert werden. Und dazu kann die Theaterwissenschaft auch durch den Kulturjournalismus, der die Momentaufnahmen des Performativen herstellt und damit als “Kulturwissenschaft der Gegenwart” zu gelten ist, immer mehr bereichert werden. Der Theaterwissenschaftler, der die gegenwärtige Kultur durchquert, um die Momente des Performativen zu entdecken, kann sich in diesem Sinne als “Kulturjournalist der Gegenwart” gekennzeichnet werden.

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