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민족담론과 축제의 정치학 - 독일 바이로이트 축제의 경우

Nationaldiskurs und Politik der Volksfeste - am Beispiel der Bayreuther Festspiele

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주제분류독일어와문학

초록

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Staatsnation gegründet wird, hat das (Volks-)Fest den Politikern als ein sehr effektives Mittel gedient, unter den Völkern einen Nationaldiskurs zu entwickeln und eine Staatsnation zu bilden. Das Phänomen, dass man in Form eines (Volks-)Festes bei den Völkern die Vaterlandsliebe und ein Nationalbewusstsein erweckt, wird im Prozess der Staatsnationsbildung oft beobachtet. Die großen öffentlichen Feste waren für die Förderung eines Nationalbewusstseins und der Vaterlandsliebe geeignet. Deutschland hat im Vergleich zu seinen Nachbarländern in Europa verspätet eine vereinigte Nation gebildet. Dies hat zweifelsohne bei der kulturellen Identitätsbildung zu einer Nation nachteilig gewirkt. Dabei hat die Mobilmachung der Völker im Namen der nationalen (Volks-)feste dazu beigetragen, die Staatsideologie herzustellen und zu befestigen. In den (Volks-)Festen, die von oben herab organisiert werden, etwa um bestimmte Zwecke zu erreichen, ist es kaum möglich, die eigenen lokalen Interessen bzw. eine lokale Identität zu behaupten. Demgegenüber gibt es die (Volks-)Feste, die unabhängig von dem Willen des Machthabers des Zentrums von unten, von den Völkern selber initiiert sind. Nach Michail M. Bachtin hat ein Fest wie der Karneval sogar einen widerständigen Charakter, der das vorhandene Machtsystem umzustürzen drohen kann. Ein Fest kann, je nachdem, wer es plant und organisiert, ein Propagandamittel einer bestimmten Interessensgruppe sein, oder es ist eine Gelegenheit für die lokale Identitätsbildung und Repräsentation. Dieser Aufsatz ist eine Analyse, die darauf zielt, am deutschen Beispiel die politischen Mechanismen der (Volks-)Feste in breiterem Maße zu betrachten. Im 2. Kapitel wird betrachtet, wie in der Zeit der Staatsgründung Begriffe wie die Nation, das Volk und der Nationalismus in den Zentrum des Nationaldiskurses gerückt sind, und welche Funktion den (Volks-)Festen und den monumentalen Skulpturen zugeschrieben worden ist. Im 3. u. 4. Kapitel wird verfolgt, auf welche Weise die Bayreuther Festspiele im Zentrum des Nationaldiskurses stehen. Dabei beschäftigen wir uns mit der Kunstauffassung von Richard Wagner(1813-1883), der die Bayreuther Festspiele iniitiert und in die Tat umgesetzt hat. Die Stadt Bayreuth symbolisiert seit der Eröffnung der Bayreuther Festspiele von 1876 bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Meister Wagner den deutschen Geist und die deutsche Kultur. Sie war die sog. 'geistige Heimat' der deutschen Seele und dadurch ein Pilgerort vieler deutscher Nationalisten. Im 5. Kapitel wird die enge Beziehung - beinahe einem 'Komplott' ähnlich - zwischen den Bayreuther Festspielen und Hitler analysiert. Hier kann man sehen, wie ein (Volks-)Fest für den Zweck der politischen Propaganda eingesetzt bzw. missbraucht wurde und die Massen dabei voller Begeisterung mitgewirkt haben. Im 6. Kapitel betrachten wir den Entnazifizierungsprozess der Bayreuther Festspiele und der Wagner-Familie, besonders der Schwiegertochter Winifred Wagner, nach dem Zeiten Weltkrieg. Erst ab 1950 werden die Bayreuther Festspiele als ein normales Fest wiedergeboren.

Abstract

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Staatsnation gegründet wird, hat das (Volks-)Fest den Politikern als ein sehr effektives Mittel gedient, unter den Völkern einen Nationaldiskurs zu entwickeln und eine Staatsnation zu bilden. Das Phänomen, dass man in Form eines (Volks-)Festes bei den Völkern die Vaterlandsliebe und ein Nationalbewusstsein erweckt, wird im Prozess der Staatsnationsbildung oft beobachtet. Die großen öffentlichen Feste waren für die Förderung eines Nationalbewusstseins und der Vaterlandsliebe geeignet. Deutschland hat im Vergleich zu seinen Nachbarländern in Europa verspätet eine vereinigte Nation gebildet. Dies hat zweifelsohne bei der kulturellen Identitätsbildung zu einer Nation nachteilig gewirkt. Dabei hat die Mobilmachung der Völker im Namen der nationalen (Volks-)feste dazu beigetragen, die Staatsideologie herzustellen und zu befestigen. In den (Volks-)Festen, die von oben herab organisiert werden, etwa um bestimmte Zwecke zu erreichen, ist es kaum möglich, die eigenen lokalen Interessen bzw. eine lokale Identität zu behaupten. Demgegenüber gibt es die (Volks-)Feste, die unabhängig von dem Willen des Machthabers des Zentrums von unten, von den Völkern selber initiiert sind. Nach Michail M. Bachtin hat ein Fest wie der Karneval sogar einen widerständigen Charakter, der das vorhandene Machtsystem umzustürzen drohen kann. Ein Fest kann, je nachdem, wer es plant und organisiert, ein Propagandamittel einer bestimmten Interessensgruppe sein, oder es ist eine Gelegenheit für die lokale Identitätsbildung und Repräsentation. Dieser Aufsatz ist eine Analyse, die darauf zielt, am deutschen Beispiel die politischen Mechanismen der (Volks-)Feste in breiterem Maße zu betrachten. Im 2. Kapitel wird betrachtet, wie in der Zeit der Staatsgründung Begriffe wie die Nation, das Volk und der Nationalismus in den Zentrum des Nationaldiskurses gerückt sind, und welche Funktion den (Volks-)Festen und den monumentalen Skulpturen zugeschrieben worden ist. Im 3. u. 4. Kapitel wird verfolgt, auf welche Weise die Bayreuther Festspiele im Zentrum des Nationaldiskurses stehen. Dabei beschäftigen wir uns mit der Kunstauffassung von Richard Wagner(1813-1883), der die Bayreuther Festspiele iniitiert und in die Tat umgesetzt hat. Die Stadt Bayreuth symbolisiert seit der Eröffnung der Bayreuther Festspiele von 1876 bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Meister Wagner den deutschen Geist und die deutsche Kultur. Sie war die sog. 'geistige Heimat' der deutschen Seele und dadurch ein Pilgerort vieler deutscher Nationalisten. Im 5. Kapitel wird die enge Beziehung - beinahe einem 'Komplott' ähnlich - zwischen den Bayreuther Festspielen und Hitler analysiert. Hier kann man sehen, wie ein (Volks-)Fest für den Zweck der politischen Propaganda eingesetzt bzw. missbraucht wurde und die Massen dabei voller Begeisterung mitgewirkt haben. Im 6. Kapitel betrachten wir den Entnazifizierungsprozess der Bayreuther Festspiele und der Wagner-Familie, besonders der Schwiegertochter Winifred Wagner, nach dem Zeiten Weltkrieg. Erst ab 1950 werden die Bayreuther Festspiele als ein normales Fest wiedergeboren.

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