알반 베르크의 프랑크 베데킨트 수용 -희곡 『판도라의 상자』에서 오페라 『룰루』까지
Die Rezeption von Frank Wedekind durch Alban Berg -Von Erdgeist und Die Büchse der Pandora bis Lulu
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초록
Frank Wedekinds Doppeltragödie Der Erdgeist(1895) und Die Büchse der Pandora (1902/1904) erfuhr die bedeutsamste Interpretation in der Vertonung als dreiaktige Oper durch Alban Berg. Berg begann die Vertonung in 1928, aber starb 1935 kurz vor der Vollendung der Oper Lulu. Die erste Oper Alban Bergs war Wozzeck, die Vertonung von Georg Büchners Woyzeck. Lulu ist also die zweite Oper von Alban Berg. Bei der Einrichtung des Wedekinschen Textes zum Opernbuch ging Berg aber von ganz anderen Prinzipien aus, als er beim Wozzeck angewandt hatte. Meine Arbeit beschaftigt sich mit der Bergs Texteinrichtung und verfolgt den Weg vom Schauspieltext zum Opernlibretto. Im Gegensatz zu den Literaturopern der Jahrhundertwende konnte sich Berg nicht unmittelbar auf den Schauspieltext stützen, weil der viel zu ausfürlich formuliert ist. Er mußte zuerst den fur die Vertonung allzu umfangreichen Dialog kürzen, ohne die szenische Abfolge zu verändern. Außerdem mußte er eine Verbindung der beiden Stücke Erdgeist und Die Büchse der Pandora herstellen. Die Kürzungen gelangen Berg durch die Ausscheidung vieler Gesprächsteile reflektierender Art. Durch ein kurzes Filmintermezzo bewirkte er die Vereinigung des letzten Aktes des Erdgeist und des ersten der Büchse der Pandora zum Mittelakt der dreiaktigen Oper. Das Kusntstück, die insgesamt sieben Akte und zwei Prologe der beiden Schauspiele der Erdgeist und Die Büchse der Pandora auf drei Akte und einen Prolog eines keineswegs überlangen Opernabens zu reduzieren, ist durch schärfste Konzentration auf das dramaturgisch Wesentliche gelungen. Der Blick aufs Wesentliche, nämlich die Einsicht in substantielle und entbehrliche Elemente einer Szene, kennzeichnet die Qualität eines Operndramaturgen, der Komponist und Textredakteur in einem ist. Es wird oft über Bergs Oper Lulu gesprochen, daß der Komponist so viel von Wedekinds Text gestrichen habe, daß die Identität damit gefährdet sei; die Oper Lulu habe mit den Absichten Wedekinds nur noch sehr wenig zu tun. Meine Arbeit zeigt aber, daß Berg ein sehr feinsinniger Dramaturg war und sehr genau wußte, wie ein Schauspieltext komponierbar gemacht werden kann, ohne seine literarische Qualität zu beschädigen, aber ohne die Bedürfniße der Musik zu mißachten.
Abstract
Frank Wedekinds Doppeltragödie Der Erdgeist(1895) und Die Büchse der Pandora (1902/1904) erfuhr die bedeutsamste Interpretation in der Vertonung als dreiaktige Oper durch Alban Berg. Berg begann die Vertonung in 1928, aber starb 1935 kurz vor der Vollendung der Oper Lulu. Die erste Oper Alban Bergs war Wozzeck, die Vertonung von Georg Büchners Woyzeck. Lulu ist also die zweite Oper von Alban Berg. Bei der Einrichtung des Wedekinschen Textes zum Opernbuch ging Berg aber von ganz anderen Prinzipien aus, als er beim Wozzeck angewandt hatte. Meine Arbeit beschaftigt sich mit der Bergs Texteinrichtung und verfolgt den Weg vom Schauspieltext zum Opernlibretto. Im Gegensatz zu den Literaturopern der Jahrhundertwende konnte sich Berg nicht unmittelbar auf den Schauspieltext stützen, weil der viel zu ausfürlich formuliert ist. Er mußte zuerst den fur die Vertonung allzu umfangreichen Dialog kürzen, ohne die szenische Abfolge zu verändern. Außerdem mußte er eine Verbindung der beiden Stücke Erdgeist und Die Büchse der Pandora herstellen. Die Kürzungen gelangen Berg durch die Ausscheidung vieler Gesprächsteile reflektierender Art. Durch ein kurzes Filmintermezzo bewirkte er die Vereinigung des letzten Aktes des Erdgeist und des ersten der Büchse der Pandora zum Mittelakt der dreiaktigen Oper. Das Kusntstück, die insgesamt sieben Akte und zwei Prologe der beiden Schauspiele der Erdgeist und Die Büchse der Pandora auf drei Akte und einen Prolog eines keineswegs überlangen Opernabens zu reduzieren, ist durch schärfste Konzentration auf das dramaturgisch Wesentliche gelungen. Der Blick aufs Wesentliche, nämlich die Einsicht in substantielle und entbehrliche Elemente einer Szene, kennzeichnet die Qualität eines Operndramaturgen, der Komponist und Textredakteur in einem ist. Es wird oft über Bergs Oper Lulu gesprochen, daß der Komponist so viel von Wedekinds Text gestrichen habe, daß die Identität damit gefährdet sei; die Oper Lulu habe mit den Absichten Wedekinds nur noch sehr wenig zu tun. Meine Arbeit zeigt aber, daß Berg ein sehr feinsinniger Dramaturg war und sehr genau wußte, wie ein Schauspieltext komponierbar gemacht werden kann, ohne seine literarische Qualität zu beschädigen, aber ohne die Bedürfniße der Musik zu mißachten.
참고문헌 (23)
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