현대소설의 영화화와 양가성의 해소(I) -꿈의 노벨레와 <아이즈 와이드 셧>을 중심으로
Verfilmung der modernen Erzählung und Auflösung der Ambivalenz(I) -Mit besonderem Bezug auf Traumnovelle und Eyes Wide Shut
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초록
Die Verfilmung der Romanen und der Novellen hat sich heute als klassische Form des Medienwechsels etabliert. Dabei ist auch eine Verschiebung der Betrachtungsweise zu konstatieren: der frühere normative Gesichtspunkt wird von einem deskriptiven Ansatz ersetzt. Es werden nicht mehr nach der Adäquatheit der Umsetzung oder ‘Werktreue’, sondern nach neuen ästhetischen und interpretativen Möglichkeiten gefragt, die durch den Medienwechsel erschlossen sind. Unter dem Druck der visuellen Kultur bilden sich inzwischen aber auch wissenschaftliche Tendenzen, für die die Literaturverfilmung schon wegen der Massenwirksamkeit als positiv zu gelten hat. Der blinde Kulturpopulismus kann aber keine ernstzunehmende Alternative zum alten konservativ-einseitigen Literaturzentrismus darstellen. In dieser Arbeit wird der Medienwechsel von Literatur zu Film anhand Schnitzlers Traumnovelle und Kubricks Eyes Wide Shut kritisch analysiert. Es handelt sich vor allem um die Frage, was bei diesem Medientransfer mit der Ambivalenz passiert, die die Erzählungen der Moderne strukturell prägt. Im vorliegende Aufsatz, der den ersten Teil der medienkomparatistischen Arbeit bildet, wird im ersten Schritt die moralische, kognitive und psychologische Ambivalenz in Traumnovelle interpretativ herausgestellt.
Abstract
Die Verfilmung der Romanen und der Novellen hat sich heute als klassische Form des Medienwechsels etabliert. Dabei ist auch eine Verschiebung der Betrachtungsweise zu konstatieren: der frühere normative Gesichtspunkt wird von einem deskriptiven Ansatz ersetzt. Es werden nicht mehr nach der Adäquatheit der Umsetzung oder ‘Werktreue’, sondern nach neuen ästhetischen und interpretativen Möglichkeiten gefragt, die durch den Medienwechsel erschlossen sind. Unter dem Druck der visuellen Kultur bilden sich inzwischen aber auch wissenschaftliche Tendenzen, für die die Literaturverfilmung schon wegen der Massenwirksamkeit als positiv zu gelten hat. Der blinde Kulturpopulismus kann aber keine ernstzunehmende Alternative zum alten konservativ-einseitigen Literaturzentrismus darstellen. In dieser Arbeit wird der Medienwechsel von Literatur zu Film anhand Schnitzlers Traumnovelle und Kubricks Eyes Wide Shut kritisch analysiert. Es handelt sich vor allem um die Frage, was bei diesem Medientransfer mit der Ambivalenz passiert, die die Erzählungen der Moderne strukturell prägt. Im vorliegende Aufsatz, der den ersten Teil der medienkomparatistischen Arbeit bildet, wird im ersten Schritt die moralische, kognitive und psychologische Ambivalenz in Traumnovelle interpretativ herausgestellt.
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