포스트브레히트적 공연양식으로서 탄츠테아터 -서사적 양식과 피나 바우쉬
Tanztheater als postbrechtsches Theater - Die epischen Theatermittel und Pina Bausch
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초록
본 논문에서는 피나 바우쉬와 브레히트의 리얼리즘 개념, 전통적 예술양식에 대한 도전, 서사적 연극양식들의 도입과 활용 등 예술적, 연극적, 드라마투르기적 유사성을 전제로, 다음과 같은 네 가지 측면에서 탄츠테아터의 포스트드라마적 양식을 분석할 것이다. 네 가지 측면은 첫째, 언어와 말하기, 둘째, 육체와 게스투스, 셋째, 탈장르화, 탈계층, 동시성, 넷째 반복과 리듬의 탈환상이다. 필자는 브레히트의 서사적 원리를 수용한 피나 바우쉬의 탄츠테아터를 포스트브레히트적 공연양식으로 자리매김하고 그녀의 탄츠테아터가 양식적 측면에서 브레히트를 어떻게 수용하고 발전시켰으며, 또한 탄츠테아터에서 서사적 연극 양식이 브레히트의 그것과 어떤 점에서 다르게 기능하고 다른 과정을 거치면서, 어떤 효과를 발생시키는지 바우쉬 연극이 지향하는 예술관을 바탕으로 고찰하고자 한다.
Abstract
Die vorliegende Arbeit behandelt das deutsche Tanztheater, vor allem von Pina Bausch als postbrechtsches Theater und dessen Rezeption und Enteignung der epischen Theatermittel. Dabei ist das theaterästhetische Spezifikum des Tanztheaters als postdramatischen Theaters ans Licht zu bringen. Darüberhinaus soll es gezielt dazu kommen, dass dies zu verstehen ist als Studie über die Einwirkung und Rezeption von Brechts Theaterformen und als Versuch, diese vom heutigen Gesichtspunkt aus im neuesten Licht erleuchtern zu lassen und zu refunktionieren. Davon ist auszugehen, dass das Theater Bertolt Brechts mit Bezug auf die epischen Theatermittel und die gegen die Tradition sich widersetztende Theaterästhetik auf das Tanztheater Pina Bauschs einwirkt und somit die Parallelität zwischen beiden Theatermachern unabweislich gezogen ist. Will sagen: nicht nur eine neue Konzept von Realismus, Erzähler-Kollektiv, Gestus als Zeigen, das bewußte Ausstellen des Prozesses, Verfremdung, das Komische, sondern auch der Versuch, die neue Beziehung zum Publikum einzugehen, das Publikum unvermittelt anzusprechen und die Selbstreflexion auf das Theater als Medium u.s.w. Nun sind die subversiven epischen Theatermittel erforderlich für das Tanztheater, um weniger den ästhetischen Schein und die scheinbare Versöhnung vorzutäuschen, als vielmehr das hinter der Realität versteckten Reale darzustellen. Gleichwohl tritt das Tanztheater als in ganz andere Erscheinung als das epische Theater auf, weil das jene auf die andere ästhetische, soziale und politische Aufgabe als das diese zielt. Demnach sind vier Aspekte der Theatermittel des Tanztheaters zu betrachten, um das Charakteristikum des Tanztheaters als postdramatischen Theaters zu erläutern und dabei den Punkt hervortreten zu lassen, wo das Tanztheater vom Theater Brechts sich abwendet und auf die andere Utopie hinausläuft. Stark vereinfachend, was hier Betrachtung findet, sind erstens die Bühne irritierende Sprache und Sprechen; zweitens Gestus, reale Körper und Diskursive Körper; drittens Interdisziplinarität des Theaters, die Enthierarchiesierung der Theatermittel, Simultaneität und die Unterbrechung der Wahrnehmung; viertens Desillusion durch Wiederholung und Rhythmus als Selbstreferenz. Aus diesen Betrachungen kann man folgern, dass das Tanztheater mit Recht als sogenannte ‘Brecht ohne Brecht’ zu gelten ist. Hierbei gewinnt die Verfremdung als wesentliches Prinzip des epischen Theaters keineswegs ebenso die Funktion wie bei Brecht. Sie schirmt nicht das Gefühl ab und weicht den Affekt weg, um das Bewußtsein des Publikums zu erwecken, sondern weist auf die Körper der Tänzer hin und macht auf das Medium von Theater und Tanz aufmerksam, um die theatralische Illusion durch Verkörperung und Repräsention zu unterbrechen. Da ist die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwommen, beide überschwemmen hinaus und hinein und das Theater wird selbstreferenziell. In solchem verfremdeten, desillusionierten Theater, so könnte man sagen, bekommt das Publikum die Überraschung und die sinnliche Einfühlung gleichzeitig mit.
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