독일 68세대 삶의 양식으로서 여행-베른바르트 페스퍼와 롤프 디터 브링크만의 여행문학 연구
Reisen als Lebensstil der deutschen 68er-Generation -Eine Untersuchung zur Reiseliteratur von Bernward Vesper und Rolf Dieter Brinkmann
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초록
독일 68세대의 혁명적 요구와 활동들에 대해서는 많이 알려져 있으나 그들의 여행과 여행을 통한 글쓰기를 당시의 문화적 맥락에서 고찰하려는 시도는 거의 이루어지지 않았다. 그러나 여행이야말로 68세대의 문화를 다양한 형태로 드러내주는 문화적실행이었다. 근대 이후의 인간 삶에서 여행은 다양한 사회적, 개인적 필요성에 입각한현실적인 해결책이었으며 또한 욕망과 이상을 향한 추구였다. 68세대에게도 여행은 그들의 활동형태 중의 하나였다. 그들은 여행을 통해 무엇을 추구한 것이었을까? 그들이꿈꾸었던 혁명은 여행과 불가분의 관련을 맺고 있었던 것일까? 본고에서는 지금까지거의 연구되지 않았던 독일 68세대의 여행문학을 그들 세대가 추구한 사회적 혁명을실현하고자 한 일종의 문화실행으로서 고찰하고자 한다. “68세대”라는 익숙한 명칭에 들어있는 1968년이라는 시기는 사실 68세대가 활동했던 시기의 시작과 끝을 포괄하는 더 넓은 시기 중에서 대표적인 한 해로서의 의미를지닌다. 유럽에서 대학생들의 반사회적 시위가 집중되었던 시기를 1967년부터 1972년까지로 볼 때 1968년은 그 정점의 해였던 것이다. 그러나 68세대의 시대는 1950년대말에 시작되어서 1970년대 초까지 이어진 15년 이상의 시간대로 보아야 한다는 주장이 설득력을 얻고 있다(Vgl. Holdenberg / Siegfried 2006, 7). 68세대의 활동시기를 이렇게 더 길게 잡으면 그들의 혁명운동을 보다 폭넓은 시대적 맥락에서 파악할 수 있으며, 여행과 같은 활동과 이 활동의 문학화도 사회문화적 맥락에서 시대적 현상이자 세대적 삶의 양식으로 이해할 수 있을 것이다. 독일 68세대의 혁명운동을 세대문화적 관점에서 이해하고자 하는 본 연구에서는 먼저 68세대의 활동 시기와 여행활동을 살펴보고, 그들의 여행문화의 특징을 대표적인두 작가, 베른바르트 페스퍼 Bernward Vesper의 소설에세이 『여행 Die Reise』(1969- 1971)과 롤프 디터 브링크만 Rolf Dieter Brinkmann의 『로마, 시선들 Rom, Blicke』 (1972-1973)에서 확인하고자 한다. 이러한 분석작업을 통해서 혁명세대의 여행과 여행의 문학적 형상화가 의미하는 바에 좀 더 가까이 다가가고자 한다.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird die Reiseliteratur der deutschen 68er-Generation untersucht. Im Vergleich zu den revolutionären Tätigkeiten der 68er-Generation sind ihre Texte über das Reisen bisher nicht näher erforscht. Wenn man diese aber aus der soziokulturellen Perspektive der Reiseliteratur analysiert, lassen sich die Lebensideale und Kulturpraxen der 68er-Generation noch stärker erhellen. Zu diesem Zweck werden hier Die Reise von Bernward Vesper und Rom, Blicke von Rolf Dieter Brinkmann unter die Lupe genommen. Vespers Romanessay Die Reise gilt als ein repräsentativer Text der 68er-Generation. Nicht weniger bedeutsam ist Brinkmanns Rom, Blicke als ein Erneuerungsversuch der Gattung Reiseliteratur. Die Texte beider Autoren stellen ihr revolutionäres Bewusstsein dar und zeigen soziokulturelle Merkmale ihrer Generation. Vesper begann mit seinem Roman Die Reise während seiner Europareise im August 1969 und arbeitete an ihm bis zu seinem Tod im Mai 1971, als er sich in der Psychiatrie in Hamburg-Eppendorf das Leben nahm. Das Buch blieb unvollendet und wurde 1977 postum veröffentlicht. Sein Roman erzählt sowohl von seiner realen Reise, als auch von den Rauscherlebnissen auf Grund des Rauschgifts, das er während seiner Reise ständig eingenommen hatte. Seine Reise war so zugleich ein Trip. Vesper wollte wie viele seiner Generation mit Drogen die zeitliche und räumliche Schwelle der Wirklichkeit überschreiten und im Geistigen eine Alternative suchen. Er meinte, mit Rauschgift könnte man die heillose Wirklichkeit verlassen und eine Zwischenetappe erreichen, von der aus man zum endgültigen Ziel der Lebensreise vorwärtsschreiten könnte. So ein ideales Ziel ohne soziale Abstände konnte Vesper aber nicht mehr für sich erhoffen, als er mit einer Überdosis Schlafmittel seinem Leben ein Ende setzte. Die Reise bleibt aber als ein Indiz seiner revolutionären Träume, die er nicht verwirklichen konnte. Brinkmanns Rom, Blicke (1979) verdankt seine Entstehung einem zehnmonatigen Stipendiumsaufenthalt im Jahr 1972 in der Villa Massimo in Rom. Brinkmanns Reisebeschreibungen unterscheiden sich von klassischen Reiseberichten, vor allem von Goethes Italienische Reise, indem er Italien nicht mehr als Kern der europäischen Kultur, sondern als deren Endstation ansah und die Stadt Rom als eine amerikanisierte kapitalistische Konsumgesellschaft darstellte. Er wollte in seinem Reisebericht mit zahlreichen Materialien aus dem Alltag davon überzeugen, dass die alte Tradition der europäischen Kultur und ihrer Bildungsideale keine Gültigkeit mehr besitzt, während viele deutsche Touristen mit Bussen weiter nach Rom strömen. Im Vergleich zu traditionellen Reiseberichten, die die Welterfahrung des Bildungsbürgertums in positiver Hinsicht beschreiben, schildert Brinkmann seine Erlebnisse in Rom mit einem kritischen Blick und stellt den Sinn der Reise in Frage. Rom, Blicke ist in diesem Sinne ein Beispiel der Reiseliteratur, die die negativen Seiten des Reisens reflektiert. Vespers Die Reise und Brinkmanns Rom, Blicke, beide während der Reisen ihrer Autoren niedergeschrieben, zeugen von der Zeitkritik der 68er-Generation, dass Wirtschaftswunder und materieller Reichtum keine Garantie für eine humane, glückliche Gesellschaft sind. Als Reiseliteratur stellen beide Texte ihre Figuren als solche dar, die nirgendwo ein Zuhause finden und vom stetigen Drang nach weiteren Reisen bewegt werden, und thematisiert somit die Reise an sich. Mit solchen postmodernen Ansätzen repräsentieren sie den Lebensstil der 68er-Generation.
참고문헌 (13)
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