‘낭만적’무의식과 인간학
Das romantische Unbewusste im anthropologischen Diskurs
0
조회
0
다운로드
1
인용
0
참고문헌
키워드
초록
In der Entdeckungsgeschichte des Unbewussten gelten die Romantiker als dessen Entdecker, weil sie schon lange vor Freud den Königsweg zum Unbewussten, zum Urgrund der Menschenseele beschritten haben. Der Begriff des Unbewussten wäre ohne seine Vorgeschichte in der romantischen Anthropologie wohl kaum denkbar. Die Romantiker glauben nicht, dass der Mensch durch Denken und Reflexion dem Ursprung seiner Existenz auf die Spur kommen kann, weil der Grund des Bewusstseins diesem selbst verschlossen, nämlich unbewusst bleiben muss, wie es sich beim paradoxen Phänomen des Selbstbewusstseins zeigt. Das Sein, das jedem Selbstbewusstsein zugrunde liegt, ist in Schellings Naturphilosophie als die absolute Identität genannt, die sich nun mit dem Unbewussten verbindet. Der Mensch erblickt in der Natur sein eigenes Unbewusstes, über ihm hängt aber “der Schleier des Isis”, wie das Märchen Hyazinth und Rosenblütchen zeigt. Anders als die spekulativ deduzierte Konzeption des Unbewussten hat die romantische Anthropologie es vor allem als Basis aller physischen und geistigen Produktionsakte erfasst. Dabei haben der Magnetismus und das Ganlien- und Cerebralsystem vor allem auf die romantische Konzeption des Unbewussten bei den Anthropologen wie Kluge und Schubert gewirkt. In der Psychologie hat Carus festgestellt, dass “der Schlüssel zur Erkenntnis vom Wesen des bewußten Seelenleben in der Region des Unbewußtseins liegt.” Das Unbewusste spielt eine entscheidende Rolle im Menschenbild der romantischen Texte. Die Romantiknatur, welche etwa Heinrich von Ofterdingen repräsentiert, ist vom Streben nach dem eigenen Grund, also dem (verlorenen) intakten Sein bestimmt, wobei das Unbewusste als höhergeordnetes Prinzip definiert wird. Demgegenüber erscheint das romantische Subjekt wie der Protagonist Medardus im Roman Die Elixiere des Teufels als Triebnatur, bei der das Unbewusste nichts anderes als Ort der Triebe und der nicht-bewussten physischen Gemütszustände ist. Insofern muss die Entdeckung des Unbewussten in der romantischen Anthropologie als Kritik und Selbstkritik der neuzeitlichen Vernunft angenommen werden.
Abstract
In der Entdeckungsgeschichte des Unbewussten gelten die Romantiker als dessen Entdecker, weil sie schon lange vor Freud den Königsweg zum Unbewussten, zum Urgrund der Menschenseele beschritten haben. Der Begriff des Unbewussten wäre ohne seine Vorgeschichte in der romantischen Anthropologie wohl kaum denkbar. Die Romantiker glauben nicht, dass der Mensch durch Denken und Reflexion dem Ursprung seiner Existenz auf die Spur kommen kann, weil der Grund des Bewusstseins diesem selbst verschlossen, nämlich unbewusst bleiben muss, wie es sich beim paradoxen Phänomen des Selbstbewusstseins zeigt. Das Sein, das jedem Selbstbewusstsein zugrunde liegt, ist in Schellings Naturphilosophie als die absolute Identität genannt, die sich nun mit dem Unbewussten verbindet. Der Mensch erblickt in der Natur sein eigenes Unbewusstes, über ihm hängt aber “der Schleier des Isis”, wie das Märchen Hyazinth und Rosenblütchen zeigt. Anders als die spekulativ deduzierte Konzeption des Unbewussten hat die romantische Anthropologie es vor allem als Basis aller physischen und geistigen Produktionsakte erfasst. Dabei haben der Magnetismus und das Ganlien- und Cerebralsystem vor allem auf die romantische Konzeption des Unbewussten bei den Anthropologen wie Kluge und Schubert gewirkt. In der Psychologie hat Carus festgestellt, dass “der Schlüssel zur Erkenntnis vom Wesen des bewußten Seelenleben in der Region des Unbewußtseins liegt.” Das Unbewusste spielt eine entscheidende Rolle im Menschenbild der romantischen Texte. Die Romantiknatur, welche etwa Heinrich von Ofterdingen repräsentiert, ist vom Streben nach dem eigenen Grund, also dem (verlorenen) intakten Sein bestimmt, wobei das Unbewusste als höhergeordnetes Prinzip definiert wird. Demgegenüber erscheint das romantische Subjekt wie der Protagonist Medardus im Roman Die Elixiere des Teufels als Triebnatur, bei der das Unbewusste nichts anderes als Ort der Triebe und der nicht-bewussten physischen Gemütszustände ist. Insofern muss die Entdeckung des Unbewussten in der romantischen Anthropologie als Kritik und Selbstkritik der neuzeitlichen Vernunft angenommen werden.
참고문헌 (28)
- 보들레르, 샤를, "벌거벗은 내 마음" (2001), 문학과지성사
- 이영기, "낭만적 밤과 꿈 - 낭만주의의 '인간학적' 꿈담론", 뷔히너와 현대문학, 40, pp.81~104 (2013), 한국뷔히너학회
- 최문규, "독일 초기낭만주의와 주체의 해체", 독일언어문학, 14, pp.253~287 (2000)
- Arendt, Dieter, "Märchen-Novellen. oder Das Ende der romantischen Märchen-Träume", pp.13~24 (1802)
- Barkhoff, Jürgen, "Magnetische Fiktionen. Literarisierung des Mesmerismus in der Romantik" (1995)
- Béguin, Albert, "Traumwelt und Romantik. Versuch über die romantische Seele in Deutschland und in der Dichtung Frankreichs" (1972)
- Bergengruen, Maximilian, "Einheit der Romantik? Zur Transformation frühromantischer Konzepte im 19. Jahrhundert", pp.149~172 (2009)
- Carus, Carl Gustav, "Psyche. Zur Entwicklungsgeschichte der Seele" (1846)
- Carus, Carl Gustav, "Vorlesungen über Psychologie" (1831)
- Engel, Manfred, "Wissen in Literatur im 19. Jahrhundert", pp.65~91 (2002)
- Engel, Manfred, "Historische Anthropologie 8", pp.264~271 (2000)
- Engelhardt, Dietrich von, "Schelling. Seine Bedeutung für eine Philosophie der Natur und der Geschichte", pp.77~98 (1981), Stuttgart-Bad Cannstatt 1981
- Felber, Werner, "Wahrnehmung und Konstruktion", pp.275~284 (2009)
- Freud, Sigmund, "Gesammelte Werke in 18 Bänden mit einem Nachtragsband" (1991)
- Fröhler, Birgit, "Seelenspiegel und Schatten-Ich. Doppelgängermotiv und Anthropologie in der Literatur der deutschen Romantik" (2004)
- Hinderer, Walter, "Passagen. Literatur - Theorie - Medien", pp.75~92 (2001)
- Hoffmann, E. T. A., "Die Elixiere des Teufels. Werke 1814-1816" (2007)
- Hölderlin, Friedrich, "Sämtliche Werke und Briefe. 3 Bände" (1992)
- Kluge, Carl Alexander Ferdinand, "Versuch einer Darstellung des animalischen Magnetismus als Heilmittel" (1811)
- Koschorke, Albrecht, "Romantische Wissenspoetik. Die Künste und die Wissenschaften um 1800", pp.259~272 (2004)
- Lütkehaus, Ludger, "“Dieses wahre innere Afrika”. Texte zur Entdeckung des Unbewußten vor Freud" (1989)
- Marquard, Odo, "Transzendentaler Idealismus, romantische Naturphilosophie, Psychoanalyse" (1987)
- Novalis, "Werke, Tagebücher und Briefe Friedrich von Hardenbergs. 3 Bände" (1978)
- Paul, Jean, "Sämtliche Werke. in 10 Bänden" (1959)
- Platner, Ernst, "Philosophische Aphorismen nebst einigen Anleitungen zur philosophischen Geschichte. Erster Theil. Neue"
- Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph, "System des transzendentalen Idealismus" (2000)
- Schiller, Friedrich, "Sämtliche Werke. 5 Bände" (1987)
- Schubert, Gotthilf Heinrich, "Symbolik des Traums. Faksimiledruck nach der Ausgabe von 1814" (1968)
