Die Taufe als Sakramnet des Glaubens, oder der Kirche?
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Eine wichtige Frage der vorliegenden Arbeit ist die Taufe als Sakramnet des Glaubens, oder der Kirche? Über das Verhältnis der Taufe als Sakramnet des Glaubens, oder der Kirche kann man sich notfalls etwas vorstellen. Das Problem der Kindertaufe ergeben sich auch für aus unserem Gedankengang einige Gesichtspunkte. Das eigentliche theologische Problem liegt hier ja wiederum beim Verhältnis von Glauben und Taufe, - das hat Barth völlig richtig gesehen. Und wir möchten gleich hinzufügen: Das Ende der volkskirchlichen Situation und die Wiederentdeckung des missionarichen Charakters der Gemeinde wird die notwendige Konsequenz zeitigen müssen, daß die Übung der Erwachsenentaufe von uns wieder viel häufiger und regelmäßiger praktiziert wird. Die Frage ist dabei nur, ob man sagen kann, daß eine Kindertaufe grundsätzlich und prinzipiell als Unordnung in der Kirche zu werten und daher zu verbieten sei Barth. Von dem Verständnis der Taufe als sacramentum fidei ecclesiae her werden wir zunächst daran erinnert, daß auch der erwachsene Täufling mit seinem Glauben und Bekennen nicht isoliert dasteht. Er tritt im Moment der Taufe definitiv und endgültig in den Verband der Gott dienenden Gemeinde ein, so wie ja auch sein Weg zum Glauben vor der Taufe ein Weg mit anderen Christen zusammen war. Welcher erwaschsene Täufling dürfte so vermessen sein, für die Beständigkeit und Echtheit seines Glaubens, seiner Dienstbereitschaft vor Gott gutzusagen und ein Gelübde abzugeben? Er kann das nur deshalb tun, weil er im Moment des Gelöbnisses getragen wird, weil das Gesetz der Stellvertretung in der Gemeinde für ihn in Kraft tritt, weil er wissen darf: mein schwacher, unvollkommener Glaube wird gehalten, getragen, ergänzt - auch und gerade dann, wenn er von Perioden der Glaubenslosigkeit und trostlosigkeit unterbrochen wird. Die Taufe ist von seiten der Gemeinde die unaufhebbare Zusage, daß auch der Schwache im Glauben, ja der Abgefallene ihr Glied bleibt und darin auch von Gott beansprucht und gehalten ist.
Abstract
Eine wichtige Frage der vorliegenden Arbeit ist die Taufe als Sakramnet des Glaubens, oder der Kirche? Über das Verhältnis der Taufe als Sakramnet des Glaubens, oder der Kirche kann man sich notfalls etwas vorstellen. Das Problem der Kindertaufe ergeben sich auch für aus unserem Gedankengang einige Gesichtspunkte. Das eigentliche theologische Problem liegt hier ja wiederum beim Verhältnis von Glauben und Taufe, - das hat Barth völlig richtig gesehen. Und wir möchten gleich hinzufügen: Das Ende der volkskirchlichen Situation und die Wiederentdeckung des missionarichen Charakters der Gemeinde wird die notwendige Konsequenz zeitigen müssen, daß die Übung der Erwachsenentaufe von uns wieder viel häufiger und regelmäßiger praktiziert wird. Die Frage ist dabei nur, ob man sagen kann, daß eine Kindertaufe grundsätzlich und prinzipiell als Unordnung in der Kirche zu werten und daher zu verbieten sei Barth. Von dem Verständnis der Taufe als sacramentum fidei ecclesiae her werden wir zunächst daran erinnert, daß auch der erwachsene Täufling mit seinem Glauben und Bekennen nicht isoliert dasteht. Er tritt im Moment der Taufe definitiv und endgültig in den Verband der Gott dienenden Gemeinde ein, so wie ja auch sein Weg zum Glauben vor der Taufe ein Weg mit anderen Christen zusammen war. Welcher erwaschsene Täufling dürfte so vermessen sein, für die Beständigkeit und Echtheit seines Glaubens, seiner Dienstbereitschaft vor Gott gutzusagen und ein Gelübde abzugeben? Er kann das nur deshalb tun, weil er im Moment des Gelöbnisses getragen wird, weil das Gesetz der Stellvertretung in der Gemeinde für ihn in Kraft tritt, weil er wissen darf: mein schwacher, unvollkommener Glaube wird gehalten, getragen, ergänzt - auch und gerade dann, wenn er von Perioden der Glaubenslosigkeit und trostlosigkeit unterbrochen wird. Die Taufe ist von seiten der Gemeinde die unaufhebbare Zusage, daß auch der Schwache im Glauben, ja der Abgefallene ihr Glied bleibt und darin auch von Gott beansprucht und gehalten ist.
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