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Neu-Bayreuth als die Stunde Null?
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초록
Trotz der Verstrickung in die NS-Kulturpolitik und der intimen Beziehung der Familie Wagner mit Adolf Hitler konnten die Bayreuther Festspiele bereits sechs Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wiedereröffnen. Wieland Wagner galt als Schöpfer von Neu-Bayreuth und die Bedeutung von Neu-Bayreuth wurde als ein originärer Neubeginn mit der Stunde Null 1945 aufgenommen. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit richtet sich auf die kritische Frage, ob dieses Neu-Bayreuth wirklich der Anbruch einer völlig neuen Ära gewesen sei. Diese Arbeit setzt sich fünf Punkte zum Ziel:Das erste Kapitel widmet sich der Konstellation der Entnazifizierung vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges, die von der Qualität der Vergangenheitsbewältigung nach 1945 zeugte. Das zweite Kapitel handelt von dem unpolitischen Aufbruch ins Neu-Bayreuth der Nachkriegszeit ohne jegliche kritische Auseinandersetzung mit Bayreuths ideologischer Verstrickung. Das dritte Kapitel setzt sich mit dem Rückgriff auf den griechischen Mythos auseinander, der einen Bruch mit der überlieferten Wagner-Inszenierungstradition bedeutet. Im vierten Kapitel wird der Werkstattgedanke Wielands analysiert, dessen Selbstverständnis in der Neuinterpretation der Werke Wagners und der ständigen Revision einzelner Inszenierungen bestand. Das fünfte Kapitel setzt sich schließlich mit der raffinierten Lichtregie als Signum seines Neu-Bayreuther Stils auseinander, in der sich die Einflüsse der Ideen Appias und des Stils von Preetorius niederschlagen.
Abstract
Trotz der Verstrickung in die NS-Kulturpolitik und der intimen Beziehung der Familie Wagner mit Adolf Hitler konnten die Bayreuther Festspiele bereits sechs Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wiedereröffnen. Wieland Wagner galt als Schöpfer von Neu-Bayreuth und die Bedeutung von Neu-Bayreuth wurde als ein originärer Neubeginn mit der Stunde Null 1945 aufgenommen. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit richtet sich auf die kritische Frage, ob dieses Neu-Bayreuth wirklich der Anbruch einer völlig neuen Ära gewesen sei. Diese Arbeit setzt sich fünf Punkte zum Ziel:Das erste Kapitel widmet sich der Konstellation der Entnazifizierung vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges, die von der Qualität der Vergangenheitsbewältigung nach 1945 zeugte. Das zweite Kapitel handelt von dem unpolitischen Aufbruch ins Neu-Bayreuth der Nachkriegszeit ohne jegliche kritische Auseinandersetzung mit Bayreuths ideologischer Verstrickung. Das dritte Kapitel setzt sich mit dem Rückgriff auf den griechischen Mythos auseinander, der einen Bruch mit der überlieferten Wagner-Inszenierungstradition bedeutet. Im vierten Kapitel wird der Werkstattgedanke Wielands analysiert, dessen Selbstverständnis in der Neuinterpretation der Werke Wagners und der ständigen Revision einzelner Inszenierungen bestand. Das fünfte Kapitel setzt sich schließlich mit der raffinierten Lichtregie als Signum seines Neu-Bayreuther Stils auseinander, in der sich die Einflüsse der Ideen Appias und des Stils von Preetorius niederschlagen.
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