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빌헬름 뮐러와 오르페우스

Wilhelm Mueller und Orpheus

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주제분류독일어와문학

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Abstract

Die Liederzyklen Die schöne Müllerin und Die Wintereise des Dichters der Spätromantik, Wilhelm Müller, sind durch den Charakter des Übergangs, der von der Frühromantik zu Heines Zeitgedicht führt, geprägt. In seinen Rollengedichten, welche Heines Buch der Lieder beeinflußten, werden die ironisch-satirischen Untertöne des Zeitgedichts eingesetzt. Die damals in Europa weitverbreitete Freimaurerei ist hierin für Müller nicht zu übersehen. Wenn die Reise des Wanderers in Die schöne Müllerin zum Selbstmord führt, weist der Zyklus Die Winterreise auf den Prozeß des künstlerischen Schreibens hin, das die Musikalisierung der Sprache ermöglicht. Insbesondere die Offenheit der Ironie am Ende der Winterreise hebt die utopische Möglichkeit dieses Schreibens hervor. In dieser Offenheit ist das beschädigte Subjekt zu kompensieren. Obgleich sich das Idealbild des Dichters verstellt zeigt, ist dadurch das ‘große’ Subjekt wie Orpheus im griechischen Mythos zu rehabilitieren. Dieser Vorgang vergrößert unverkennbar die Möglichkeiten zur Vereinigung von Lyrik und Gesang, von Kunst und romantischem Leben. In diesem Vorgang wird der lyrische Nihilismus überwunden. Die Müdigkeit des Lebens und die Neigung zum Tod, woran das romantische Subjekt ununterbrochen leidet, wird durch die ironische Funktion der melancholischen Literatur aufgehoben.

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