Medientheoretische Untersuchung im Hinblick auf den Erzähler im Sandmann
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초록
Diese Studie analysiert E. T. A. Hoffmanns Sandmann, den Sigmund Freud für das Herzstück seiner Untersuchung über das Unheimliche behandelt hat. Die Faszination am Sandmann liegt darin begründet, dass diese Erzählung verschiedene Interpretationsmöglichkeiten bietet. Freud zufolge symbolisiert die Titelfigur Sandmann 1) den dämonisierten Vater, der 2) mit dem bösen Advokat Coppelius in der diegetischen Welt gleichgesetzt ist. Diese Studie schließt sich zwar Freuds erster Ansicht an, wenngleich sie sich von der zweiten distanziert. Diese Aspekte werden medientheoretisch analysiert, indem auf die Beziehungen zwischen dem Sandmann, dem Protagonisten Nathanael und dem Erzähler der Geschichte eingegangen wird. Hervorzuheben ist, dass der Sandmann dazu verhilft, die Oralität der Geschichte zur Literalität zu führen, während Nathanael und der Erzähler sich hierbei um die Umkehrung bemühen. Ferner steht der Sandmann für das ästhetische Prinzip in der Erzählung, indem er den Kindern ihre äußeren Augen raubt, damit sie das Gebilde mit den inneren Augen sehen können; genauso wie das Perspektiv, das den Betrachter sein Inneres widergespiegelt sehen lässt. Auf diese Weise thematisiert Der Sandmann die sinnliche Verwirrung zur Zeit der medialen Übergangsphase, die durch den Zusammenstoß zwischen der Aufklärung und der Romantik verursacht wurde. Der Sandmann dient mit seinen vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten als Musterbeispiel, das im Sinne Friedrich Schlegels “noch im Werden” ist, bei dem es sich sowohl der Form als auch dem Inhalt nach um eine Dichtung über die Dichtung handelt. Somit kann die weitere Behauptung aufgestellt werden, dass Der Sandmann die “progressive Universalpoesie” ebenfalls im Sinne Friedrich Schlegels repräsentiert.
Abstract
Diese Studie analysiert E. T. A. Hoffmanns Sandmann, den Sigmund Freud für das Herzstück seiner Untersuchung über das Unheimliche behandelt hat. Die Faszination am Sandmann liegt darin begründet, dass diese Erzählung verschiedene Interpretationsmöglichkeiten bietet. Freud zufolge symbolisiert die Titelfigur Sandmann 1) den dämonisierten Vater, der 2) mit dem bösen Advokat Coppelius in der diegetischen Welt gleichgesetzt ist. Diese Studie schließt sich zwar Freuds erster Ansicht an, wenngleich sie sich von der zweiten distanziert. Diese Aspekte werden medientheoretisch analysiert, indem auf die Beziehungen zwischen dem Sandmann, dem Protagonisten Nathanael und dem Erzähler der Geschichte eingegangen wird. Hervorzuheben ist, dass der Sandmann dazu verhilft, die Oralität der Geschichte zur Literalität zu führen, während Nathanael und der Erzähler sich hierbei um die Umkehrung bemühen. Ferner steht der Sandmann für das ästhetische Prinzip in der Erzählung, indem er den Kindern ihre äußeren Augen raubt, damit sie das Gebilde mit den inneren Augen sehen können; genauso wie das Perspektiv, das den Betrachter sein Inneres widergespiegelt sehen lässt. Auf diese Weise thematisiert Der Sandmann die sinnliche Verwirrung zur Zeit der medialen Übergangsphase, die durch den Zusammenstoß zwischen der Aufklärung und der Romantik verursacht wurde. Der Sandmann dient mit seinen vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten als Musterbeispiel, das im Sinne Friedrich Schlegels “noch im Werden” ist, bei dem es sich sowohl der Form als auch dem Inhalt nach um eine Dichtung über die Dichtung handelt. Somit kann die weitere Behauptung aufgestellt werden, dass Der Sandmann die “progressive Universalpoesie” ebenfalls im Sinne Friedrich Schlegels repräsentiert.
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