독일 드라마의 첫 거장 안드레아스 그뤼피우스 :주제 유형과 그것의 드라마화
Der erste groβe deutsche Dramatiker Andreas Gryphius :Thementypus und dramatische Gestaltung
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초록
Abstract
Die erste deutsche Trag o ·· die, Leo Armenius, Oder F u ·· rsten-Mord (geschrieben 1646, gedruckt 1650), wurde in Korea noch nicht behandelt, trotz der literaturhistorischen und a ·· sthetischen Bedeutung des St u ·· ckes. Dies entspricht der schicksalhaften Situation der barocken Literatur u ·· berhaupt, die in der koreanischen Germanistik weder wissenschaftlich bearbeitet noch einer allgemeinen Leserschaft vorgestellt wurde. Die vorliegende Arbeit hebt daher vor allem das Hauptthema dieser Trag o ·· die hervor. Der Erstling des ersten großen deutschen Dramatikers, A. Gryphius (1616-1664), behandelt das tragische Ende des byzantinischen Kaisers Leo V. (reg. 813-820), der in den bewegten Zeiten der religi o ·· sen Spannungen und der Kreige mit Persien lebte. In diesem Drama laufen inhaltlich zwei Trag o ·· dien nacheinander ab: Die Trag o ·· die Michaels und die Trag o ·· die des F u ·· rsten Leo. Michael Balbus, oberster Feldhauptman, hatte Leo geholfen, den Thron zu usurpieren. Nun plant er Verrat. Aufgrund leichtsinnig abgegebener, polemischer a ·· ußerungen verr A ·· t er sich jedoch. Schließlich nimmt man ihn gefangen. Bei der Konfrontation mit dem Kaiser verh a ·· lt er sich ungeschickt. Man verurteilt ihn zum Tode. Dieser Handlungsstrang l a ·· uft u ·· ber zwei Akte, die insgesamt 11 Szenen umfassen. Das ist fast die H a ·· lfte des Dramas. - Das gesamte St u ·· ck umfasst 5 Akte, bestehend aus 23 Szenen. Die F u ·· rsten-Trag o ·· die beginnt mit Akt 3, Szene 2, in der der Geist des Tarasius erscheint und den Tod des F u ·· rsten voraussagt. Dies ist eine Vorwegnahme k u ·· nftiger Entwicklungen. Anh a ·· ngern von Michael gelingt es, in die streng bewachte Burg einzudringen. Sie erstechen Kaiser Leo w a ·· hrend einer feierlichen Weihnachtmesse. Der Titel Leo Armenius, Oder F u ·· rsten-Mord verweist auf eine F u ·· rsten-Trag o ·· die als Zentrum des St u ·· cks. Das vom Autor intendierte Thema wird im Vorwort formuliert: Die "Verg a ·· nglichkeit" Menschlicher Sachen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass Gryphius offenbar zun a ·· chst an ein Lesepublikum dachte. "Großg u ·· nstiger Lese" heißt es im vorwort. Dies wertet den Para-Text auf, macht ihn interpretativ weniger nebens a ·· chlich. Zu bedenken ist, dass selbst die Theaterauff u ·· hrenden zun a ·· chst einmal Leser sind. In der Sekund a ·· rliteratur wird unter anderem die theokratische Auffassung des Dichters als Interpretationshilfe herangezogen. Dies verw a ·· ssert aber nicht wenig die eigentlichen Intention des Werkes. Die Intention des Werkes liegt im Vanitas-Gedanken. Diese These wird durch die Strukturanalyse des Werkes untermauert, denn Gryphius gestaltet das Werk in Form eines Emblems. A. Sch o ·· ne hat die Barockdramen in Bezug auf die seinerzeit bl u ·· hende Emblematik untersucht, vor allem hinsichtlich der Struktur des Titels. Diese Idee wurden von G.F. Strasser weiterentwickelt, indem er den Titel und einen Teil des Werkes als einheitliches Emblem interpretierte. Im vorliegenden Aufsatz wird dem gegen u ·· ber die folgende Auffassung vertreten: Das Drama besteht wie ein Emblem aus drei Teilen: Teil eins: Der Titel des Dramas "Leo Armenius", die inscriptio, Teil zwei: die Hnadlungen des St u ·· cks, die darstellende pictura, und Teil drei: das am Ende des Werkes stehende Epigramm. Daf u ·· r gibt es eine entscheideinde Begr u ·· ndung: Gryphisu beschließt seinen Dramentext mit dem Wort "Ende", gefolgt von einem Punkt. Damit ist die Handlung abgeschlossen. Das Wort ''Ende" steht im "Armeius" jedoch an ungewohnter Stelle, n a ·· mlich im Anschluss an die Anmerkungen ("Erkl a ·· rung etlicher dunckeln O ·· rter"), gefolgt von einem Epigramm, das noch Teil dieser Anmerkungen ist. Als dann folgt das Schlusszeichen "Ende": Sie haben alle Pracht Der grossen Welt veracht. Aus Libe / nur dem H o ·· chsten zu gefallen. ENDE. Dass Gryphius das Wort "Ende" an den Schluss der Anmerkungen setzt, bedeutet, so meine These, dass das St u ·· ck bis dahin als Ganzes verstanden werden soll. Kaiser Leo singt gerade ein Kirchenlied, als er ermordet wird. Dieses Lied hat ie Liebe zu Gott und die Verg a ·· nglichkeit des Lebens zum Inhalt. Dieses Thema verl a ·· uft kontinuierlich vom Vorwort bis hin zur letzten Anmerkung des Gesamttextes. Es entspricht demjenigen der anderen Dramen und Gedichte des Dichters. Durch das gesamte Drama zieht sich der unvers o ·· hnliche Konflikt zwischen den Gesetzen der Wirklichkeit und den Anforderungen des Glaubens. Zwei feindliche Grundprinzipien, die notwendig ein tragisches Ende heraufbeschw o ·· ren, stehen sich gegen u ·· ber. Die Antigone von Sophokles bietet f u ·· r diese Konflikstruktur ein fr u ·· hes Vorbild. D.D. Lohenstein (1635-1683) meinte zu Recht, Gryphius sei der Sophokles der Deutschen.
