민중극의 새로운 형식실험- 호르바트의 새로운 민중극으로의 발전과정 -
Über das Formexperiment des Dramas - Entwicklungsprozess zum neuen Volksstück Ödön von Horváths -
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초록
Die vorliegende Arbeit versucht, Ödön von Horváths frühere Stücke in formexperimentellem Kontext zu betrachten und seine Werke in Bezug auf den Entwicklungsprozess zum neuen Volksstück zu analysieren. Horváth versucht, eine neue Form des Volkstücks zu finden. Sein neues Volksstück entsteht durch den experimentellen Ansatz, der in seinen früheren Stücken zu sehen ist. Die Form dieses Entwicklungsprozesses kann man im neuen Volksstück Horváths deutlich nachvollziehen. Dabei kann man zum einen die Methode des Konstruktionsprinzips verfolgen, wobei Horváth den Akt als Konstruktionsmittel in den Dramen Bergbahn und Zur schönen Aussicht schon benutzt, Akt und Bild aber in Sladek oder die schwarze Armee mischt. Darüber hinaus arbeitet er in Rund um den Kongreß mit verzögerten Bildern. Zum anderen wechselt er zwischen Akt und verzögerten Bildern, oder wie im Beispiel Kasimir und Karoline(1931), wo er 117 Szenen ohne Pause hintereinander ablaufen lässt. Hier kann man Sprachveränderungen des Stückes beobachten: Die Leitsprache in Bergbahn sind Dialekte des ostalpenländischen Proletariats. In Zur schönen Aussicht wird anfangs Hochdeutsch verwendet, dass sich später wieder in Umgangssprache verändert. Zum Schluss endet sie im Volksstück im Bildungsjargon. Im Stück Zur schönen Aussicht karikiert er die egoistischen Menschen, und er experimentiert gleichzeitig mit der Möglichkeit der Komödie. Im Stück Sladek oder die schwarze Armee, dessen Untertitel “Historie” ist, kritisiert er einen zeittendenziösen Menschentyp und zeigt dabei die kranke Gesellschaft. Im Stück Rund um den Kongreß, dessen Thema Prostiution ist, übt er in Form einer Posse Gesellschaftskritik aus. In diesen Stücken kann man schon einen Keim der Volkstücke erkennen, den Horváth bald in seinen Volksstücken wiederholt und variiert. Veränderungen kann man auch in der Struktur des Stücks feststellen. Die Struktur der früheren drei Dramen war eine Liniestruktur. Obwohl diese Strukturen in Rund um den Kongreß noch nicht ganz ausgewogen sind, werden sie später in eine besondere Zyklus-Struktur gebracht. Wenn man diesen Veränderungsprozess in Hinsicht auf die Form sieht, können die vier Stücke von 1926-1929 als ein formexperimenteller Prozess zur Entwicklung zum Volksstück gelten, und dadurch zur Reife gebracht werden. Hier angekommen, macht Horváth ein neues Formexperiment. Er versucht eine offene Form des Dramas. Später geht er allmählich weiter von der geschlossenen zur offenen Form über. Durch diesen experimentellen Versuch konstruiert er seine eigene neue Form des Volksstücks.
Abstract
Die vorliegende Arbeit versucht, Ödön von Horváths frühere Stücke in formexperimentellem Kontext zu betrachten und seine Werke in Bezug auf den Entwicklungsprozess zum neuen Volksstück zu analysieren. Horváth versucht, eine neue Form des Volkstücks zu finden. Sein neues Volksstück entsteht durch den experimentellen Ansatz, der in seinen früheren Stücken zu sehen ist. Die Form dieses Entwicklungsprozesses kann man im neuen Volksstück Horváths deutlich nachvollziehen. Dabei kann man zum einen die Methode des Konstruktionsprinzips verfolgen, wobei Horváth den Akt als Konstruktionsmittel in den Dramen Bergbahn und Zur schönen Aussicht schon benutzt, Akt und Bild aber in Sladek oder die schwarze Armee mischt. Darüber hinaus arbeitet er in Rund um den Kongreß mit verzögerten Bildern. Zum anderen wechselt er zwischen Akt und verzögerten Bildern, oder wie im Beispiel Kasimir und Karoline(1931), wo er 117 Szenen ohne Pause hintereinander ablaufen lässt. Hier kann man Sprachveränderungen des Stückes beobachten: Die Leitsprache in Bergbahn sind Dialekte des ostalpenländischen Proletariats. In Zur schönen Aussicht wird anfangs Hochdeutsch verwendet, dass sich später wieder in Umgangssprache verändert. Zum Schluss endet sie im Volksstück im Bildungsjargon. Im Stück Zur schönen Aussicht karikiert er die egoistischen Menschen, und er experimentiert gleichzeitig mit der Möglichkeit der Komödie. Im Stück Sladek oder die schwarze Armee, dessen Untertitel “Historie” ist, kritisiert er einen zeittendenziösen Menschentyp und zeigt dabei die kranke Gesellschaft. Im Stück Rund um den Kongreß, dessen Thema Prostiution ist, übt er in Form einer Posse Gesellschaftskritik aus. In diesen Stücken kann man schon einen Keim der Volkstücke erkennen, den Horváth bald in seinen Volksstücken wiederholt und variiert. Veränderungen kann man auch in der Struktur des Stücks feststellen. Die Struktur der früheren drei Dramen war eine Liniestruktur. Obwohl diese Strukturen in Rund um den Kongreß noch nicht ganz ausgewogen sind, werden sie später in eine besondere Zyklus-Struktur gebracht. Wenn man diesen Veränderungsprozess in Hinsicht auf die Form sieht, können die vier Stücke von 1926-1929 als ein formexperimenteller Prozess zur Entwicklung zum Volksstück gelten, und dadurch zur Reife gebracht werden. Hier angekommen, macht Horváth ein neues Formexperiment. Er versucht eine offene Form des Dramas. Später geht er allmählich weiter von der geschlossenen zur offenen Form über. Durch diesen experimentellen Versuch konstruiert er seine eigene neue Form des Volksstücks.
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