귄터 그라스의 『양철북』 - 청산 되지 않은 역사, 성장할 수 없는 독일
Die Blechtrommel von Günter Grass - Oder der untilgbaren Schuld der Geschichte kann Deutschland nicht entkommen
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초록
Günter Grass gab vor der Veröffentlichung seiner Autobiographie Beim Häuten der Zwiebel im August 2006 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview. In dem Interview gestand er die Tatsache, dass er von Herbst 1944 bis Kriegsende in der Waffen-SS gedient habe. Die Nazilaufbahn von Grass entfachte einen Disput in Deutschland. Die vorliegende Arbeit nimmt den Disput um Grass zum Anlass, um erneut über die Bedeutung des Hauptwerks Die Blechtrommel zu reflektieren. Grass ist ein Autor, der bewusst Auschwitz, das quasi stellvertretend für die Nazivergangenheit steht, als Ausgangspunkt für seine Erzählung nimmt. Die Blechtrommel ist ein Werk, das in der von Antikommunismus und Wiederaufbau der Wirtschaft geprägten Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland in den 50er Jahren wieder an das Naziproblem gemahnte und bis heute als Pflichtlektüre zur deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt. Die Blechtrommel ist ein Geschichtsroman. Mittels Fiktion wird die Wahrheit historischer Fakten aufgezeigt. Die Hauptfiguren im Roman sind Oskar, Agnes, die Mutter von Oskar, Alfred Matzerath, der Vater von Oskar und Jan Bronski, der Cousin und Liebhaber von Agnes. In diesem Artikel wird das Leben und der Tod dieser literarischen Figuren daraufhin untersucht, welche Bedeutung und was für einen Symbolcharakter sie haben. Beispielsweise ist Agnes eine Figur, die aus Verzweiflung über die Nationalsozialisten jeglichen Lebenswillen verliert, die Figur Jan Bronski steht symbolisch für das von den Nazis besetzte Polen und die Figur des Vaters Matzerath ist der Prototyp des deutschen Kleinbürgers, der sich den Nazis fügt. Und schließlich wird aufgezeigt, dass der Zwerg Oskar, der buckelig durchs Leben geht, weil er die Nazis stillschweigend erduldet, im Grunde eine Allegorie auf Deutschland ist, das die Schuld der Nazivergangenheit nicht tilgen kann.
Abstract
Günter Grass gab vor der Veröffentlichung seiner Autobiographie Beim Häuten der Zwiebel im August 2006 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview. In dem Interview gestand er die Tatsache, dass er von Herbst 1944 bis Kriegsende in der Waffen-SS gedient habe. Die Nazilaufbahn von Grass entfachte einen Disput in Deutschland. Die vorliegende Arbeit nimmt den Disput um Grass zum Anlass, um erneut über die Bedeutung des Hauptwerks Die Blechtrommel zu reflektieren. Grass ist ein Autor, der bewusst Auschwitz, das quasi stellvertretend für die Nazivergangenheit steht, als Ausgangspunkt für seine Erzählung nimmt. Die Blechtrommel ist ein Werk, das in der von Antikommunismus und Wiederaufbau der Wirtschaft geprägten Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland in den 50er Jahren wieder an das Naziproblem gemahnte und bis heute als Pflichtlektüre zur deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt. Die Blechtrommel ist ein Geschichtsroman. Mittels Fiktion wird die Wahrheit historischer Fakten aufgezeigt. Die Hauptfiguren im Roman sind Oskar, Agnes, die Mutter von Oskar, Alfred Matzerath, der Vater von Oskar und Jan Bronski, der Cousin und Liebhaber von Agnes. In diesem Artikel wird das Leben und der Tod dieser literarischen Figuren daraufhin untersucht, welche Bedeutung und was für einen Symbolcharakter sie haben. Beispielsweise ist Agnes eine Figur, die aus Verzweiflung über die Nationalsozialisten jeglichen Lebenswillen verliert, die Figur Jan Bronski steht symbolisch für das von den Nazis besetzte Polen und die Figur des Vaters Matzerath ist der Prototyp des deutschen Kleinbürgers, der sich den Nazis fügt. Und schließlich wird aufgezeigt, dass der Zwerg Oskar, der buckelig durchs Leben geht, weil er die Nazis stillschweigend erduldet, im Grunde eine Allegorie auf Deutschland ist, das die Schuld der Nazivergangenheit nicht tilgen kann.
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