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카프카와 프라하의 독일문학

Kafka und die Prager deutsche Literatur

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주제분류독일어와문학

초록

Wenn man Kafkas Werke interpretiert, kann jede Untersuchung nur ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Enthüllung des Geheimnisses sein, dessen Kern sich vielleicht nie völlig aufdecken lässt. So versucht die vorliegende Arbeit, Kafka und die Prager deutsche Literatur auf Grund dieses literarischen Charakters zu untersuchen. Wenn man über den zeitlichen Hintergrund von Prag um 1900, aus dem Kafkas Literatur entstanden ist, forscht und über die Prager deutsche Literatur Betrachtungen anstellt, stellt man fest, dass Kafka in unzertrennbarer Beziehung zu Prag steht. Damals war Prag die Hauptstadt des Königsreiches Böhmen, das zum Kaiserreich Österreich-Ungarn gehörte. In der heterogenen Gesellschaft Prags lebten drei Völkergruppen zusammen: Tschechen, Deutsche und Juden. In dieser Gesellschaft galten die Prager Juden als Angehörige des deutschen Kulturbereichs, mochten sie auch teilweise an dessen Rand stehen. Aber sie lebten als ein grenzländisches Dasein, in starkem Gegensatz zu den Tschechen und Deutschen. Im Streit vom Jahre 1897 zwischen den Tschechen und Deutschen gerieten die kleinen Juden, die braven Judenkaufleute, die friedlichen Judenbürger von Prag in eine schwierige Lage. Die Juden hatten nichts getan, aber in Prag warf man ihnen vor, dass sie keine Tschechen seien, in Saaz und Eger warf man ihnen vor, dass sie keine Deutschen seien. So hielten die Juden sich an nichts. Gab es welche, die deutsch sein wollten, dann fielen die Tschechen über sie her, und ebenso die Deutschen. Daher konnten die Juden zu niemandem gehören. Prag war der Lebensraum Franz Kafkas. Er hat seine Mutterstadt bis zum Jahre 1917 nur zu gelegentlichen Reisen verlassen. In dieser Hinsicht kann man Kafka nicht als einen typischen Prager Juden bezeichnen, als ob Kafka Prag und Prag Kafka gewesen wäre. Denn außer Auslandsreisen und Abwesenheit wegen Krankheit verließ Kafka selbst Prag nicht. Zu der Zeit von Kafka galt Prag gerade auch als eine polemische, leidenschaftliche Stadt, als Kampfplatz und unruhiges Pflaster, auf dem der einzelne an Sieg und Niederlage als Grundmuster des Lebens und an die Unsicherheit der Existenz als ebenso alte wie unmittelbare Erfahrung erinnert wurde. Die deutsche Dichtung Prags in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist eines der bemerkenswertesten Phänomene der Weltliteratur und ist in einem unnatürlichen, insularen, von einem gesunden Volksganzen abgeschlossenen Milieu entstanden, beginnend mit den Autoren des jungen Böhmen kurz vor der Revolution von 1848. Dann wurde seit 1871 die unter Einfluss David Kuhs gegründete Gesellschaft 'Concordia' der Sammlungspunkt des eng mit der Prager Journalistik zusammenhängenden Literaturbetriebs. Damals erhoben Max Brod, Rainer Maria Rilke, Felix Weltsch und Emil Weiß die Prager deutsche Literatur, d.h. eine bislang provinzielle Literatur, zu weltliterarischem Rang. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich Kafkas Literatur.

Abstract

Wenn man Kafkas Werke interpretiert, kann jede Untersuchung nur ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Enthüllung des Geheimnisses sein, dessen Kern sich vielleicht nie völlig aufdecken lässt. So versucht die vorliegende Arbeit, Kafka und die Prager deutsche Literatur auf Grund dieses literarischen Charakters zu untersuchen. Wenn man über den zeitlichen Hintergrund von Prag um 1900, aus dem Kafkas Literatur entstanden ist, forscht und über die Prager deutsche Literatur Betrachtungen anstellt, stellt man fest, dass Kafka in unzertrennbarer Beziehung zu Prag steht. Damals war Prag die Hauptstadt des Königsreiches Böhmen, das zum Kaiserreich Österreich-Ungarn gehörte. In der heterogenen Gesellschaft Prags lebten drei Völkergruppen zusammen: Tschechen, Deutsche und Juden. In dieser Gesellschaft galten die Prager Juden als Angehörige des deutschen Kulturbereichs, mochten sie auch teilweise an dessen Rand stehen. Aber sie lebten als ein grenzländisches Dasein, in starkem Gegensatz zu den Tschechen und Deutschen. Im Streit vom Jahre 1897 zwischen den Tschechen und Deutschen gerieten die kleinen Juden, die braven Judenkaufleute, die friedlichen Judenbürger von Prag in eine schwierige Lage. Die Juden hatten nichts getan, aber in Prag warf man ihnen vor, dass sie keine Tschechen seien, in Saaz und Eger warf man ihnen vor, dass sie keine Deutschen seien. So hielten die Juden sich an nichts. Gab es welche, die deutsch sein wollten, dann fielen die Tschechen über sie her, und ebenso die Deutschen. Daher konnten die Juden zu niemandem gehören. Prag war der Lebensraum Franz Kafkas. Er hat seine Mutterstadt bis zum Jahre 1917 nur zu gelegentlichen Reisen verlassen. In dieser Hinsicht kann man Kafka nicht als einen typischen Prager Juden bezeichnen, als ob Kafka Prag und Prag Kafka gewesen wäre. Denn außer Auslandsreisen und Abwesenheit wegen Krankheit verließ Kafka selbst Prag nicht. Zu der Zeit von Kafka galt Prag gerade auch als eine polemische, leidenschaftliche Stadt, als Kampfplatz und unruhiges Pflaster, auf dem der einzelne an Sieg und Niederlage als Grundmuster des Lebens und an die Unsicherheit der Existenz als ebenso alte wie unmittelbare Erfahrung erinnert wurde. Die deutsche Dichtung Prags in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist eines der bemerkenswertesten Phänomene der Weltliteratur und ist in einem unnatürlichen, insularen, von einem gesunden Volksganzen abgeschlossenen Milieu entstanden, beginnend mit den Autoren des jungen Böhmen kurz vor der Revolution von 1848. Dann wurde seit 1871 die unter Einfluss David Kuhs gegründete Gesellschaft 'Concordia' der Sammlungspunkt des eng mit der Prager Journalistik zusammenhängenden Literaturbetriebs. Damals erhoben Max Brod, Rainer Maria Rilke, Felix Weltsch und Emil Weiß die Prager deutsche Literatur, d.h. eine bislang provinzielle Literatur, zu weltliterarischem Rang. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich Kafkas Literatur.

참고문헌 (27)

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  9. Binder, Hartmut, "Kafka - Handbuch, Bd.Ⅱ" (1999)
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  20. Mühlberger, Josef, "Geschichte der deutschen Literatur in Böhmen 1900-1939" (1991)
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  24. Stölzl, Christoph, "Kafkas böses Böhmen zur Sozialgeschichte eines Prager Juden" (1995)
  25. Urzidil, Johannes, "Das geht Kafka" (1996)
  26. Wagenbach, Klaus, "Franz Kafka in Selbstzeugnissen und Bilddkumenten" (1992)
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