하이네와 수사학 전통
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Abstract
Als Grundlage zur weiteren Studie über das Thema “Heine und Rhetorik“ ist die vorliegende Arbeit mit der Absicht geschrieben, Heines Verhältnis zur Rhetoriktradition zu verfolgen, was die Berechtigung der rhetorischen Textanalyse der Heineschen Publizistik seit den 1830er Jahren zeigen sollte. In der Geschichte der Rhetorik ist allgemein die Rede vom “Verfall der Rhetorik” im 18. Jahrhundert, da man nicht mehr an den Regeln der Rhetorik, sondern an den Regeln schlechthin zweifelte(Walter Jens). Aber der Rhetorikunterricht in der deutschen Schule dauerte bis in die 1880er Jahre fort, daher wirkte sich die rhetorische Schulbildung auch für die Schriftsteller im 19. Jahrhundert aus. Es wird zunächst in dieser Arbeit an Hand der Rezensionen aus Heines Zeit gezeigt, dass Heines Kritiker, wie Immermann, Varnhagen, Menzel und Börne, mit den rhetorischen Kategorien vertraut waren. Dann wird die rhetorische Bildung Heines nach seinen biographischen Schriften rekonstruiert. Heine erinnert sich in seinem Spätwerk Memoiren-Fragment an Abbé Daulnoy, seinen Rhetoriklehrer, der eine Art oratoire geschrieben hat. Dessen Namen vergisst Heine nicht auch in seinem Frühwerk Ideen. Das Buch Le Grand, wo er von seiner Schulzeit spricht. Aber diesmal erwähnt er gar nicht das Rhetoriklehrbuch, sondern nur die Art poétique. Daraus könnte man schliessen, dass Heine unbewusst sein Verhälnis zur Rhetorik ablehnte und die Rhetoriktradition auch bei Heine typisch- erweise abbräche. Der erste Bruch sollte mit dem Philosophieunterricht von Schallmayer, und der zweite mit der Beeinflussung des Romantikers A.W. Schlegel geschehen. Aber Heines “rhetorische Biographie”(Walter Jens) über Henry Brougham in Englische Fragmente(1827) lässt seiner rhetorischen Bildung freien Spielraum. Seit den 1830er Jahren avanciert der nach Paris emigrierte Heine zum Publizist und Kulturvermittler zwischen Frankreich und Deutschland. Er gesteht in Ludwig Börne. Eine Denkschrift, dass der höchste Ehrgeiz seines Lebens darin bestanden hätte, nicht ein großer Dichter, sondern ein großer Volksredner zu werden, und dabei beweist er hohes Interesse an der rhetorischen Praxis. Somit wäre in der weiteren Studie die Frage zu erörtern, ob Heine seit den 1830er Jahren die rhetorischen Regeln zur Produktionstechnik seines publizistischen Textes benutzt hätte.
